[ˈdɛsto]
Herkunftdesto geht auf den althochdeutschen Ausdruck thes thiu zurück, welcher sich aus dem Genitiv und dem Instrumentalis des althochdeutschen Demonstrativpronomens thaʒ zusammensetzt und eigentlich ‚dadurch‘ bedeutete. Um das Jahr 1000 entstand aus thes thiu die Zusammenziehung theste, die im Mittelhochdeutschen zu deste (in verkürzter Form dest) wurde. Darüber hinaus war dester eine im Mittelhochdeutschen und Frühneuhochdeutschen existierende Nebenform. Ab 1450 kommt die bis heute benutzte Form desto auf und reiht sich ein in eine größere Anzahl kanzleisprachlicher Bildungen, die sich an das Lateinische anlehnen, wie dero, ihro, ietzo, bishero oder hinfüro.
- oft in der Verbindung je … desto: leitet einen Satz ein, der eine proportionale Verstärkung als Folge des Inhalts des vorhergehenden Teilsatzes zum Ausdruck bringt;
“„Er bezog den einen Flügel des Erdgeschosses. Der andere Teil blieb vorläufig leer, da der Fürst in der Einrichtung dem Geschmack und den Wünschen seiner Braut […] nicht vorgreifen wollte. Mit desto g”
“„Von düsteren Ahnungen getrieben, beschleunigte der junge Häuptling seinen Schritt, um die Festung desto schneller zu erreichen.“”
“Mochte Yvette mich tadeln, sooft sie wollte, ich mochte sie nur desto lieber.”