[ˈɛʁkɐ]
HerkunftDas Substantiv erscheint im Mittelhochdeutschen in den Formen ärkēr ^(→ gmh), erkœre ^(→ gmh) und erker ^(→ gmh) „Ausbau, der über die vordere Seite einer Mauer (Burg- oder Stadtmauer) hinaustritt“ und wird zunächst im mittelalterlichen Befestigungsbau verwendet. Im 12. Jahrhundert wurde das Wort aus dem altpikardischen arkiere sowie dem altfranzösischen archiere ^(→ fro) „Schießscharte, Gewölbe“ entlehnt. Diese gehören zum altfranzösischen und französischen arc ^(→ fr) „Bogen“, was wiederum vom gleichbedeutenden lateinischen arcus ^(→ la) abstammt. Der oben genannte altpikardische und der altfranzösische Ausdruck sind wahrscheinlich aus der substantivischen Verwendung der femininen Form des lateinischen Adjektivs arcuarius ^(→ la) „bezüglich des zum Schießen verwendeten Bogens, im Mittellateinischen auch: mit bogenförmiger Krümmung“ entstanden. Vom Festungsbau gelangte Erker im Lauf der Zeit in den Wohnbau.
- geschlossener, mit Fenstern versehener Vorbau an Gebäuden
“Wenn ich mal ein Haus baue, dann muss es unbedingt einen Erker haben.”
“„Cecilienhof war erst 1917, ein Jahr vor dem Ende des Ersten Weltkriegs, fertig gestellt worden, ein Landsitz mit 176 Räumen im überladenen Tudor-Stil: lauter Erker, ein Wald von Schornsteinen, efeuum”
“„Die weißgetünchte zweistöckige Villa mit hohen Sprossenfenstern und einem runden Erker an der rechten Seite lag am Ende eines parkähnlichen Grundstücks.“”
FormenErker(nominative, singular) · Erker(nominative, plural) · Erkers(genitive, singular) · Erker(genitive, plural) · Erker(dative, singular) · Erkern(dative, plural) · Erker(accusative, singular) · Erker(accusative, plural)
Quelle: Wiktionary