[flɔt]
Herkunftzu Flotte und Floß, aus der Seemannssprache, mittelniederdeutsch an vlot bringen „fahrbereit machen“, niederländisch vlot „schwimmfähig“, jünger niederdeutsch flot „schwimmend, fließend“, seit dem 17. Jahrhundert hochdeutsch, in der Studentensprache vom ursprünglichen Sinn „obenauf schwimmend“ zum übertragenen Sinn „lebensfroh, munter“ mit allgemeiner Verbreitung im 18. Jahrhundert
- mit hoher Geschwindigkeit
“Er fährt ein flottes Auto.”
“„Gerne hätte ich mich von Extrembergsteigern der Küstenwache retten lassen, aber dann musste ich mit ansehen, wie ein greises Pärchen an uns vorüber zu Tal schritt, rüstig und flott, mit Kraxelstöcken”
- modisch schick und lässig
“Er hat sich einen flotten Mantel gekauft.”
- von leichter, unbeschwerter, nicht ganz konventioneller Haltung
“„Gerne hätte ich mich von Extrembergsteigern der Küstenwache retten lassen, aber dann musste ich mit ansehen, wie ein greises Pärchen an uns vorüber zu Tal schritt, rüstig und flott, mit Kraxelstöcken”
“„Er sei flott und gescheit, manisch, cholerisch und ein bisschen größenwahnsinnig, sagen die, die für ihn arbeiten.“”
- bewegungsfähig, nicht festliegend
“Das Schiff ist endlich wieder flott.”
- North Germanetwas, das an der Oberfläche eines Gewässers oder einer Flüssigkeit im Allgemeinen schwimmt
- North GermanGeflecht von Wasserlinsengewächsen (Lemnoideae), das als feiner grüner Schwimmteppich die Oberfläche von Seen und Teichen bedeckt
“„Wir standen heute am Entenpfuhl, friedlich fischte das Gefieder nach dem grünen Flott zu unsern Füßen, ein erquickender Landregen fiel sanft vom grauen Himmel, der Freiherr erzählte mir eine seiner s”
- North Germanan der Angelschnur befestigter Schwimmkörper
“„Kein Fisch biß, und das Flott stak zum Spott geruhig, ohne Zuck und Ruck, fest in seinem mattblanken Bleigrund von schmutziger Himmelsspiegelfläche.“”
“„Das Flott zuckelte heftiger und tauchte unter. Egon ruckte an der Rute und fühlte den Fisch, es war ein winziger Barsch, der erschrocken Kiemen und Rückenstachel spreizte.“”
- North Germanfettreicher Teil der Milch, der beim Stehenlassen eine obere Phase bildet
“„Wenn man aber das Flott in das Butterfaß gegossen ‚un sleitt denne mit dem Stocke, dar me midde bottert, drei Mal en Krutze darover und segent dat im namen des vaders usw., so kann he keine Botter da”
“„War der große »Flottputt« voll Flott, so mußte gebuttert werden.“”
- North GermanHaut auf gekochter Milch
“„Ich stippe den Topf an, er schaukelt, und die Haut auf der Milch, Flott, verrutscht, faltet sich, wird ganz gelb.“”
- Südafrika (KwaZulu-Natal) selten:
- fettreicher Teil der Milch, der beim Stehenlassen eine obere Phase bildet
- Haut auf gekochter Milch
Formenflott(positive) · flotter(comparative) · am flottesten(superlative) · flotter(positive, nominative, strong, singular, masculine) · flotte(positive, nominative, strong, singular, feminine) · flottes(positive, nominative, strong, singular, neuter) · flotte(positive, nominative, strong, plural) · flotten(positive, genitive, strong, singular, masculine) · flotter(positive, genitive, strong, singular, feminine) · flotten(positive, genitive, strong, singular, neuter) · flotter(positive, genitive, strong, plural) · flottem(positive, dative, strong, singular, masculine) · flotter(positive, dative, strong, singular, feminine) · flottem(positive, dative, strong, singular, neuter) · flotten(positive, dative, strong, plural) · flotten(positive, accusative, strong, singular, masculine) · flotte(positive, accusative, strong, singular, feminine) · flottes(positive, accusative, strong, singular, neuter) · flotte(positive, accusative, strong, plural) · flotte(positive, nominative, weak, singular, masculine)