[ɡəˈmyːt]
Herkunftmittelhochdeutsch gemüete, gemuote, althochdeutsch gimuoti, belegt seit dem 9. Jahrhundert; schon für das 8. Jahrhundert verzeichnet Kluge das Wort gimuotsamo.
- Gesamtheit der geistigen und seelischen Kräfte eines Menschen; die Wesensart eines Menschen
“Sie hat ein kindliches, liebevolles Gemüt.”
“Der Redner versuchte die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen.”
“Der Regen schlägt mir aufs Gemüt.”
- Empfänglichkeit für Eindrücke, die das Gefühl ansprechen
“„Robert, der vergeblich das Entrückte in Annas Augen zu fassen versuchte, mußte an sich halten, um die Bewegung seines Gemüts nicht zu verraten.“”
“„Er war wohl zehn Zentimeter kleiner als Yvonne Goretzka, doch wirkte er energiegeladen und agil, seine Augen strahlten unausgesetzt die Gesprächspartner an, er hatte ein ausgeglichenes, heiteres Gemü”
- Mensch, in Bezug auf seine geistig-seelischen Regungen
“Er ist ein ängstliches Gemüt.”
FormenGemüth(obsolete) · Gemüte(variant, archaic) · Gemüt(nominative, singular) · Gemüter(nominative, plural) · Gemüts(genitive, singular) · Gemütes(genitive, singular) · Gemüter(genitive, plural) · Gemüt(dative, singular) · Gemüte(dative, singular) · Gemütern(dative, plural) · Gemüt(accusative, singular) · Gemüter(accusative, plural)
Quelle: Wiktionary