[ˈɡeːstə], [ˈɡɛstə]
HerkunftEnde des 15. Jahrhunderts aus lateinisch gestus ^(→ la) "Gebärdenspiel des Schauspielers, Schaustellers oder Redners" entlehnt; seinerseits deverbativ zu gerere "tragen; zur Schau tragen; aus-, vollführen; (reflexiv) sich benehmen"; zunächst in der lateinischen Form, dann aus dem Plural gesten zurückgebildet; gleichfalls von altfranzösisch geste in der Bedeutung von "Geschichte, Erzählung von Abenteuern" beeinflusst, sowie unter späterem mittelniederländischen Einfluss zur heutigen Bedeutung von "Hand- oder Körperbewegung" erweitert.
- bildhaftes oder konventionelles Zeichen durch Bewegungen der Hände, Arme, Schultern, Fingern, des Kopfes, Gesichts, Oberkörpers und bestimmten Fingerkonfigurationen zwecks Kommunikation, oft nur einzeln ausgeführt gleichwertig einer Interjektion oder satzähnlich angereiht
“In Gesten versuchte der Reisende den Zweck seiner Reise den Einheimischen zu erklären.”
“„Mit einer bescheidenen Geste versuchte der junge Famulus anzudeuten, daß auch ihm Materie und Begriff fremd seien.“”
“„Als ich die Zahnarztpraxis verließ, stand unten auf der Straße ein Mann mit einem Backenbart, der mir mit den Augen zuzwinkerte; er machte eine merkwürdige Geste, indem er die Wand des nächsten Hause”
- die Rede begleitende Ausdrucksbewegung
- spontane oder bewusst eingesetzte, ausdrucksvolle Bewegung des Körpers, besonders der Hände und des Kopfes, die jemandes Worte hervorhebend begleitet oder ersetzt (und eine bestimmte innere Haltung ausdrückt)
“Er unterstützte seine Rede durch eindringliche Gesten.”
“„Er brach mit einer vielsagenden Geste ab, mit der er den unfertigen Zustand der Gastzimmer andeuten mochte, die eher der Aufnahme von Geräten als von Personen dienten.“”
- bewusste symbolhaft verdeutlichende Körperbewegungen, die zur Kommentierung des Gesagten bzw. Gesungenen dienen
“Die Gesten des Schauspielers beeindruckten.”
- figurativesymbolträchtige Handlung, sinnbildhaftes Zeichen oder zeichenhafte Mitteilung, die (als unverbindliche Höflichkeitsformel) etwas indirekt ausdrücken soll
“Dass Israels Ministerpräsident Ehud Olmert die arabischen Staatschefs zum Friedensgipfel eingeladen hat, ist eine kleine Sensation. Wie ernst es ihm damit ist und ob es wirklich dazu kommt, ist dabei ”
- bestimmte Aktionen auslösende Bewegung mit einer Maus, einem stiftbasierten Eingabegerät oder (auf berührungsempfindlichen Bildschirmen) mit den Fingern
“Wenn Sie einen Computer mit einem Touchscreen verwenden, finden Sie das Verwenden von Gesten (Bewegungen, die Sie mit einem oder mit zwei Fingern durchführen) möglicherweise einfacher als das Verwende”
FormenGeste(nominative, singular) · Gesten(nominative, plural) · Geste(genitive, singular) · Gesten(genitive, plural) · Geste(dative, singular) · Gesten(dative, plural) · Geste(accusative, singular) · Gesten(accusative, plural)