[ɡliːt]
Herkunftmittelhochdeutsch glit oder gelit, althochdeutsch gilid „Glied, Gelenk“, seit dem 10. Jahrhundert belegt, Kollektivbildung zu mittelhochdeutsch lit und althochdeutsch lid, aus einer indoeuropäischen Wurzel im Sinn „gebogen, biegsam“
- ein verbundenes Teil oder Stück - allgemein: Teil eines Ganzen
“Was ist nun das fehlende Glied in der Kette?”
- ein Körperteil
“Ihm schmerzten alle Glieder.”
“„Der alte Herr war unbeweibt und reich, wurde aber drei- oder viermal jährlich von sehr schmerzhaften Gichtanfällen heimgesucht, die ihm bald das eine, bald das andere Glied lähmten, so daß er schließ”
“„Ein grünseidenes Kleid umhüllte ihre Glieder und reichte züchtig bis zu einem Paar der kleinsten Füße, die je eine weibliche Gestalt trugen.“”
- das Begattungsorgan männlicher Tiere; speziell: ein äußeres Geschlechtsorgan des Mannes
“Das männliche Glied ist eine erogene Zone.”
“„Die Glieder der Nutztiere kommen aus Schlachthäusern.“”
“„Nun zog ich ihn knapp bis zum Ende ihrer Scheide heraus, und wie ein Hund mit seiner feuchten Nase schnupperte ich daran mit der Eichel meines Gliedes.“”
- die Aufstellung, bei der die Soldaten sehr dicht nebeneinander in einer Linie stehen
FormenGlied(nominative, singular) · Glieder(nominative, plural) · Glieds(genitive, singular) · Gliedes(genitive, singular) · Glieder(genitive, plural) · Glied(dative, singular) · Gliede(dative, singular) · Gliedern(dative, plural) · Glied(accusative, singular) · Glieder(accusative, plural)
Quelle: Wiktionary