[ɡʁɔl]
HerkunftGroll geht auf das spätmittelhochdeutsche grolle ^(→ gmh) und das frühneuhochdeutsche Groll oder Grolle zurück. Das Substantiv ist eine ablautende Form zum mittelhochdeutschen grellen ^(→ gmh) (vor Zorn laut schreien) und grel ^(→ gmh) (zornig, rau). Das Wort ist seit dem 14. Jahrhundert belegt.
- literarylang anhaltender, aber stiller Zorn, versteckter Hass, verborgene Feindschaft
“Ich hege keinen Groll gegen dich, ich bin einfach sehr beschäftigt.”
“Peter hat einen tiefen Groll auf seine Exfrau.”
“„Steinmeiers Worten hört man Groll selbst dann nicht an, wenn es Zoff gegeben hat.“”
- archaicplötzlich aufwallender und hervorbrechender Zorn
“In einem Anfall von Groll erwürgte Mechthild ihre Tante.”
“„Der Leser muß mich verabscheuen, das ist mir klar; aber ich rate ihm, mit seinem Groll zu warten.“”
- active, form-of, imperative, present, singular2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv des Verbs grollen
FormenGroll(nominative, singular) · Grolles(genitive, singular) · Grolls(genitive, singular) · Grollen(genitive, singular) · Groll(dative, singular) · Grollen(dative, singular) · Groll(accusative, singular) · Grollen(accusative, singular) · grolle(variant)