[ˈmiːnə]
Herkunft[1, 2] im 17. Jahrhundert aus dem Französischen mine entlehnt, welches seinerseits im 15. Jahrhundert vermutlich dem Bretonischen min „Schnabel, Schnauze“ entnommen wurde; anfänglich noch in französischer Schreibweise mine oder seltener in lateinisierter Form mina in der allgemeineren Bedeutung von „Gebärde“; ab Mitte des 17. Jhds. schon mit einem Dehnungs-ie bezeugt
- Gesichtszüge als situativer Wesens- beziehungsweise Gemütsausdruck
- bewusst hervorhebend
“Ihre Miene war voller Abscheu.”
“„Mit ihrer heiteren unschuldigen Miene, ihrer Schüchternheit und ihrer Treuherzigkeit war sie imstande, die gewiegtesten Griechen zu übertölpeln.“”
- (Plural) unbewusst einsetzend
“In seinen Mienen malte sich Entsetzen.”
“„Sofort hellte sich seine Miene auf, und er grinste mich an.“”
“„Des Jünglings Miene verriet nun doch beträchtlichen Schrecken.“”
- äußere Erscheinung, mit besonderer Betonung des Gesichts
- sich aufgebracht, erbost, unwillig gebärden
“Er machte Miene als ginge es um ihn.”
FormenMiene(nominative, singular) · Mienen(nominative, plural) · Miene(genitive, singular) · Mienen(genitive, plural) · Miene(dative, singular) · Mienen(dative, plural) · Miene(accusative, singular) · Mienen(accusative, plural)
Quelle: Wiktionary