[moˈtiːf]
HerkunftIm 16. Jahrhundert aus lateinisch motivum ^(→ la) „Anlass, Beweggrund“ entlehnt, dem lateinisch movere ^(→ la) „bewegen“ zu Grunde liegt. Die Bedeutung „künstlerisches Thema“ kommt im 18. Jahrhundert unter Einfluss des italienischen motivo ^(→ it) und des französischen motif ^(→ fr) auf.
- der Anreiz oder Grund für eine Handlung, speziell für eine Straftat
“Das Motiv für den Mord war Eifersucht.”
- kleinster Baustein eines musikalischen Themas
“Berlioz verwendet in seiner Symphonie fantastique ein Motiv, das in jedem der Sätze auftaucht.”
- Gegenstand eines Bildes
“Das Motiv des Bildes ist eine Obstschale.”
“„Die außen- und innenpolitischen Herausforderungen waren so groß, dass der Staat erst nach und nach Briefmarken mit neuen Motiven ausgab.“”
- eine algebraische Struktur
“SS 2008: Oberseminar: Motive und algebraische Geometrie”
- wiederholbare, bedeutungsvolle Inhaltseinheit
“„In einer einflussreichen Vorlesung von 1962 hat der Philosoph Joachim Ritter das mit Petrarca einsetzende Motiv des Blicks vom Berge als Ausdruck neuzeitlicher Subjektivität gedeutet.“”
FormenMotiv(nominative, singular) · Motive(nominative, plural) · Motivs(genitive, singular) · Motive(genitive, plural) · Motiv(dative, singular) · Motiven(dative, plural) · Motiv(accusative, singular) · Motive(accusative, plural)