[ʃtiːf]
HerkunftDie Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt verschiedene Erklärungsversuche:
- besonders Namibia:
- viel
“„‚Guck, Lütnant,‘ war die Antwort, ‚unser Vieh liegt erschlagen in der Dorisibschlucht, darum müssen unsere Weiber stief Hunger leiden.[…]‘“”
“„‚Da wird doch nur wieder stief (viel) geschwätzt‘, war vergangenen Montag die einhellige Meinung im Deutschen Klub von Windhuk.“”
“„Völlerei mit lecker stief Fleisch, das machst Du anderswo.“”
- viel, zahlreich
“„Wir erhalten noch stief andere Hilfe.“”
“„Da reichen ein heißer Tag, wovon wir stief haben, gutes Fassbier und ordentlich Wellblechdeutsch, das nich nur Bleichgesichter kennen, sondern das auch andere wie Fanagolo beherrschen.“”
“„Stories und Theorien von Kennern und Klugscheißern kursieren hier sommer stief, warum die Strandböschung von der Brandung abgetragen wird.“”
- besonders Namibia:
- in hohem Maße, sehr
“Dem Oukie war stief gemütlich an der Beach.”
“„Das ist zwar stief lange her, daß der Franz Geburtstag hatte, aber das macht nix, wir essen trotzdem gern dem seine Pizza.“”
“„Die werten Leser werden darüber und noch stief mehr aus der Sonderbeilage der (All)Gemeinen Zeitung erfahren, die kurz vor dem Geburtstag schon am nächsten Mittwoch erscheint.“”
- sehr
“Ich freue mich schon stief darauf.”
“„Plurizentrisches Sprachdenkmal auf Arandis macht deutlich, dass das Deutsche konkret wie Stein und Stahl dem Ostwind wie dem Nebel trotzt, aber ebenso, dass nochall stief dran rumgeflickt wird.“”
“„Aber das is ´ne andere Story, die wir noch stief strapazieren müssen.“”
Formenschtief(alternative) · stiew(alternative)