[bʁʊx]
Herkunftmittelhochdeutsch bruch, althochdeutsch bruh, westgermanisch *bruki- „Bruch“ (verwandt mit brechen), belegt seit dem 9. Jahrhundert
- das körperliche Brechen, Zertrennen eines Gegenstandes; Materials; der Ort des Brechens; ein Auseinandergehen, Trennen im weitesten Sinne von Gegenständen, Materialien, Verbindungen, Zusammenschlüssen
“Es kam zwischen den Parteien zum offenen Bruch.”
- eine Knochenfraktur bei Menschen und Tieren
“Der Bruch des Beines verlief kompliziert.”
- ein Eingeweidebruch bei Menschen und Tieren
“Du hebst dir einen Bruch.”
“„Wegen eines Säbelhiebes trug er über dem Bauch eine Silberplatte, um einen Bruch zu halten.“”
- ein Nichteinhalten einer Vereinbarung, Vertrages, Übereinkunft
“ein glatter Bruch der Vereinbarungen”
- das (gewaltsame) Auflösen, Lösen einer Verbindung
“Ein Bruch mit den Traditionen setzte ein.”
- zerbrochene und damit meist in ihrem Wert geminderte Ware
“Der Bruch taugt nicht einmal fürs Sonderangebot.”
- ein eingebrachter Knick in einer Stoffbahn, in einem Bekleidungsstück
“Der Bruch auf dem Stoff war sichtbar.”
- eine Verwerfung, eine Störungszone
“An dieser Stelle verläuft der Bruch.”
- short-formein Steinbruch
- die Darstellung eines Quotienten von Termen, insbesondere von ganzen Zahlen, bei der man einen zumeist horizontalen Bruchstrich zieht, über diesem als Zähler den Dividenden schreibt und unterhalb als Nenner den Divisor.
“Jede periodische Dezimalzahl kann als Bruch zweier ganzer Zahlen dargestellt werden, z. B. 0,75=3/4.”
“„Die Kaufleute des Mittelalters waren durch den täglichen Gebrauch von Brüchen der Überzeugung, dass auch Brüche Zahlen sind.“”
- abgebrochener Zweig
“Sie hat Bruch abgesteckt.”
- ein Einbruch
“einen Bruch unternehmen”
- outdatedlange, weite Hose, die zum Beispiel Schiffer und Bauern trugen
“Du kannst doch in dieses kalte Wasser nicht ohne Brüche steigen!”
- geronnene und mit der Käseharfe zerteilte Milch, ein Zwischenprodukt bei der Käseherstellung
“Der Bruch ist zu flockig, die Milch hätte wohl noch länger säuern sollen!”
- eine Trübung oder Veränderung in der Farbe bei Most, Wein oder Sekt
“Eine selbst kurze Berührung mit Kupfer oder Eisen kann bei einem ansonsten gesunden Wein zu Bruch führen.”
- der Knick in der Mitte von hochformatigen gefalteten Tageszeitungen
“Auf dem Titel einer gut gemachten Tageszeitung stehen möglichst viele Nachrichten über dem Bruch, denn nur sie werben schon auf dem ersten Blick für das Blatt.”
- geographyein baumbestandenes Sumpf- oder Überflutungsgelände
“Das Bruch wurde 1766 urbar gemacht.”
“„Der Wulfshof hatte das beste Weideland von allen Höfen, aber der Bauer hatte auch am meisten mit den Wölfen und Bären zu tun und mit den schwarzbunten Leuten, die hinten im Bruche wohnten.“”
FormenBruch(nominative, singular) · Brüche(nominative, plural) · Bruchs(genitive, singular) · Bruches(genitive, singular) · Brüche(genitive, plural) · Bruch(dative, singular) · Bruche(dative, singular) · Brüchen(dative, plural) · Bruch(accusative, singular) · Brüche(accusative, plural) · Brücher(nominative, plural) · Brücher(genitive, plural) · Brüchern(dative, plural) · Brücher(accusative, plural)