[ˈfiːbl̩]
Origin[1, 2] Das spätmittelhochdeutsche fibele ^(→ gmh) „Fibel“ entstammt der kindlichen Aussprache des Wortes Bibel. Anfänglich enthielten Fibeln größtenteils bebilderte biblische Erzählungen. Das Wort ist seit dem 15. Jahrhundert belegt.
- leicht verständliches, häufig bebildertes Kinderbuch zum Lesenlernen
“Ich kann dir diese Fibel empfehlen. Unsere Tochter hat damit sehr schnell lesen gelernt.”
“„In den Jahren 2009 und 2010 kamen im Zuge von Renaturierungsmaßnahmen am Flussbett Fibeln vom Ende der Hallstattzeit und vom Beginn der Latènezeit zutage.“”
- Bezeichnung für ein Lehrbuch, Nachschlagewerk, Handbuch zu einem bestimmtem Thema
“In allgemeinem Sprachgebrauch wird der Begriff Fibel heute auch zum Synonym für ein mehr oder weniger umfassendes Sachbuch, Ratgeberbuch, Nachschlagewerk, Handbuch, Fachbuch, Kompendium oder gar Lexik”
“Im ganzen liest sich seine "Verteidigung des Individualismus" wie eine Fibel des demokratischen Republikanismus, der, soweit es die Ökonomie erlaubt, auch vor den sozialen Härten zu schützen hat.”
“„An die Stelle der deutschen Rhetorik und des Formularbuchs trat nun der Katechismus: aus dem ABC-Buch wurde durch Aufnahme von biblischen Lesestücken die Fibel.“”
- verzierte Kleiderspange zum Zusammenhalten eines Gewandes
“Eine mittelalterliche Fibel erinnert an eine heutige Sicherheitsnadel.”
“Bis ins hohe Mittelalter hinein waren Fibeln in Mitteleuropa die einzigen Kleidungsverschlüsse und kamen erst mit Aufkommen des Knopfes aus der Mode.”
“„Die bei den Kelten beliebten Fibeln wurden durch das Ziehen von Draht hergestellt.“”
FormsFibel(nominative, singular) · Fibeln(nominative, plural) · Fibel(genitive, singular) · Fibeln(genitive, plural) · Fibel(dative, singular) · Fibeln(dative, plural) · Fibel(accusative, singular) · Fibeln(accusative, plural)
Source: Wiktionary — CC BY-SA 4.0