[fʁɛç]
HerkunftDer heutige Sinn von frech hat sich erst im Neuhochdeutschen ausgebildet. Zuvor bedeutete im Althochdeutschen freh so viel wie ungezähmt, begierig und erfuhr im Mittelhochdeutschen dann die Wandlung in vrech als tapfer, kühn, lebhaft, keck, dreist.
- die Normen und Höflichkeit missachtend, Respekt vermissen lassend
“Das Kind zeigte ein freches Verhalten.”
“Roswitha ist eine richtig freche Göre.”
- positiv, auffällig aus dem Rahmen fallend
“Sie haben eine freche Frisur.”
“Dieses Modell ist etwas frecher, nicht so langweilig und konservativ wie die ersten, die ich Ihnen gezeigt habe.”
- respektlos mit dem Beigeschmack von Verruchtheit
“Mit frechem Mut sprach er sie an.”
“Mit einem frechen Hüftschwung verließ sie den Raum.”
Formenfrech(positive) · frecher(comparative) · am frechsten(superlative) · frecher(positive, nominative, strong, singular, masculine) · freche(positive, nominative, strong, singular, feminine) · freches(positive, nominative, strong, singular, neuter) · freche(positive, nominative, strong, plural) · frechen(positive, genitive, strong, singular, masculine) · frecher(positive, genitive, strong, singular, feminine) · frechen(positive, genitive, strong, singular, neuter) · frecher(positive, genitive, strong, plural) · frechem(positive, dative, strong, singular, masculine) · frecher(positive, dative, strong, singular, feminine) · frechem(positive, dative, strong, singular, neuter) · frechen(positive, dative, strong, plural) · frechen(positive, accusative, strong, singular, masculine) · freche(positive, accusative, strong, singular, feminine) · freches(positive, accusative, strong, singular, neuter) · freche(positive, accusative, strong, plural) · freche(positive, nominative, weak, singular, masculine)