[ˈɡœt͡sə]
Originmittelhochdeutsch götz; Bildung aus „Gott“ mit der Endung „-izo“, eine Diminutivbildung mit einem Klang ins Vertrauliche (vgl. etwa „Spatz“ von „Sperling“), ursprünglich also wohl eine vertrauliche Benennung für einen Gott, etwa im Sinne von „Hausgeist, Kobold“. Über die Bedeutung als Abbild eines solchen wird Götze dann zu einem Wort für „Bildwerk, Heiligenbild“. In dieser Bedeutung ist es seit dem 15. Jh. nachweisbar. Die heutige Bedeutung [1] wurde von Luther geprägt.
- heidnischer Gott (aus der Sicht der monotheistischen Religionen); falscher Gott (abwertend)
“Denn aller Heiden Götter sind Götzen; der HERR aber hat den Himmel gemacht. (1 Chron. 16,26, in Luthers Übersetzung)”
“„Wie der andere von ihm erzählte, hatte er lange in Borneo gedient, und es war wohl möglich, daß er, der schweigsam und langweilig wie ein chinesischer Götze war, einen Vorrat von absonderlichen Erinn”
- Bild eines solchen Gottes; Gegenstand, der angebetet wird
“Jener [der Heiden] Götzen aber sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. (Ps. 115,4)”
FormsGötze(nominative, singular) · Götzen(nominative, plural) · Götzen(genitive, singular) · Götzen(genitive, plural) · Götzen(dative, singular) · Götzen(dative, plural) · Götzen(accusative, singular) · Götzen(accusative, plural)
Source: Wiktionary — CC BY-SA 4.0