[ˈhoːlən]
Originvon mittelhochdeutsch holen ^(→ gmh), holn ^(→ gmh), althochdeutsch halōn ^(→ goh), holōn ^(→ goh) „herbeirufen, rufen“; etymologisch verwandt mit hell
- etwas oder jemanden herbeischaffen
“Ich geh' mal eben Zigaretten holen.”
“Geh lieber die Kinder aus dem Kindergarten holen.”
“Hol doch bitte die Gläser aus dem Schrank!”
- einatmen
“Atme tief durch, du musst Luft holen!”
- colloquialsich eine Unpässlichkeit einfangen
“Ich glaube, ich habe mir eine Erkältung geholt.”
“Pass auf, dass du dir da keine Flöhe holst!”
“Mach das Fenster zu, ich hol mir noch den Tod!”
- entführt werden
“Geh nicht in den Keller, da holt dich der Schwarze Mann!”
- in diversen festen Wendungen wie zum Beispiel „den Sieg holen“ = gewinnen; „Rat holen“ = sich beraten lassen
“Die Mannschaft von Trainer Pepe holte dann doch noch den Sieg.”
“Du könntest bei deiner Schwester Rat holen.”
“Hol mal das eine Ende der Großschot!”
Formshole(present) · holst(present) · holt(present) · holte(past) · holte(subjunctive-ii) · hole!(imperative, singular) · hol!(imperative, singular) · holt!(imperative, plural) · geholt(participle-2, perfect) · haben(auxiliary, perfect) · holen(active, infinitive, present) · geholt haben(active, infinitive, perfect) · geholt werden(processual-passive, infinitive, present) · geholt worden sein(processual-passive, infinitive, perfect) · geholt sein(statal-passive, infinitive, present) · geholt gewesen sein(statal-passive, infinitive, perfect) · zu holen(active, extended, infinitive) · geholt zu haben(active, extended, infinitive) · geholt zu werden(processual-passive, extended, infinitive) · geholt worden zu sein(processual-passive, extended, infinitive)