[ʃtɔf]
HerkunftIm 17. Jahrhundert über niederländisch stof ^(→ nl) „Gewebe, Tuch“ und mittelfranzösisch estoffe ^(→ frm) „Gewebe, Zubehör“ zu estoffer ^(→ frm) „gut ausstatten, ausstaffieren“ von altfranzösisch estofer ^(→ fro) „ausstopfen, polstern“. Estofer wiederum geht sehr wahrscheinlich auf das germanische Verb stopfen zurück. Verwandt mit englisch stuff ^(→ en).
- das Material, die Materie
“Meerwasser enthält viele gelöste Stoffe.”
- eine Textilie
“Soll ich die Lederweste anziehen oder die aus Stoff?”
“„Wir standen in einem Bekleidungsgeschäft, Musik dröhnte aus den Lautsprechern und die Luft war erfüllt vom Geruch nach Plastik und gefärbten Stoffen und Schweiß, als wir zu den Umkleiden gingen.“”
- das, was zu erlernen, zu erarbeiten ist
“Den ganzen Stoff, der im Lehrplan steht, bekommt man nicht durch.”
- literarisch, theatralisch, filmisch aufbereitbares Material
“Auf dieser Reise bot sich reichlich Stoff für ihren neuen Roman.”
“„Er hat sich schon zuvor, vielleicht noch vor Zürich, an diesem Stoff versucht, aber er braucht die neue Stadt, um etwas Neues zu schaffen.“”
“„Das schwierigste daran war, einen geeigneten Stoff zu finden.“”
- die Drogen (Rauschgift oder Alkohol)
“Ich hab’ Stoff besorgt!”
- colloquialGeschwindigkeit, Kraft
FormenStöffsche(diminutive) · Stoff(nominative, singular) · Stoffe(nominative, plural) · Stoffs(genitive, singular) · Stoffes(genitive, singular) · Stoffe(genitive, plural) · Stoff(dative, singular) · Stoffe(dative, singular) · Stoffen(dative, plural) · Stoff(accusative, singular) · Stoffe(accusative, plural)
Quelle: Wiktionary