[t͡svɛk]
OriginZweck geht über das frühneuhochdeutsche zweck und zwick ‚Nagel, Keil, Zwickel‘ und das mittelhochdeutsche zwec ^(→ gmh) und zwic ^(→ gmh) ‚Nagel, hölzerner oder eiserner Stift‘ auf das althochdeutsche zwec ^(→ goh) und zwecki ^(→ goh) ‚Keil, Nagel‘ zurück. Die weitere Herkunft des Wortes ist unbekannt. Häufig wird zwar wegen des identischen Anlauts eine Verwandtschaft mit Zweig und zwei vermutet, für eine solche Annahme gibt es allerdings nur einen einzigen Beleg aus dem 16. Jahrhundert und dieser wird für nicht tragfähig gehalten.
Im 15. und 16. Jahrhundert stand Zweck für den Nagel, an dem die Zielscheibe beim Schießen mit Armbrüsten und Büchsen aufgehängt war. Die übertragenen Bedeutungen ‚Beweggrund, Sinn, Ziel‘ sind seit dem 17. Jahrhundert verbreitet. Vom Wort Zwecke schließlich wurde während des 18. Jahrhunderts noch die Bedeutung ‚Nagel‘ übernommen.
- no-pluralSinn oder Beweggrund, den eine Handlung, ein Vorgang oder eine andere Maßnahme haben soll
“Viele laufen zum Zwecke der körperlichen Ertüchtigung.”
“Welchen Zweck soll es haben, dass wir seit Stunden in der Hitze umherlaufen?”
“Es hat keinen Zweck mehr, in das marode Unternehmen zu investieren.”
- Ziel, das mit einer Handlung, mit einem Vorgang oder mit einer sonstigen Maßnahme erreicht werden soll; Funktion, der etwas dienen soll
“„Der praktische Imperativ wird also folgender sein: Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mitte”
“Der Zweck der Isolierung unseres Hauses ist die Verringerung der Heizkosten.”
“Die Anschaffung der neuen Küchenmaschine verfehlte ihren Zweck, die Arbeitsabläufe zu optimieren, weil niemand die Maschine bedienen konnte.”
- plural, usuallydie Art der Verwendung, die für etwas Bestimmtes vorgesehen ist
“Dieses Vehikel steht für militärische Zwecke nicht zur Verfügung.”
“Dieses neuartige Verfahren wurde für polizeiliche Zwecke entwickelt, ist aber auch in anderen Bereichen einsetzbar.”
“Der Wagen ist eigentlich nur für dienstliche Zwecke vorgesehen, wird aber von sämtlichen Mitarbeitern unentwegt auch privat genutzt.”
- archaicAst, Zweig
“Dort sitzt ein Rabe auf einem dünnen Zweck.”
“Der Baum im Garten hat viele Zwecke.”
- archaickleiner eiserner oder hölzerner Nagel, der insbesondere dazu benutzt wird, die Sohle am Schuh zu befestigen
“Meine Stiefel sind unten mit Zwecken beschlagen.”
“Ulrich verkauft Zwecke aus Eichenholz.”
- archaicKeil
“Zwischen die Rinde und das Holz wird ein Zweck gesteckt.”
- archaicWirbel eines Saiteninstruments
“Ein Zweck meiner Laute ist zerbrochen.”
“Diese Geige hat schön gearbeitete Zwecke.”
- archaicKot eines Menschen
“Der Knecht hat seinen stinkenden Zweck auf den Hofplatz gesetzt.”
- archaicdas Ziel, auf das beim Armbrust- oder Büchsenschießen geschossen wird
“Der Rudi trifft den Zweck recht oft.”
- active, form-of, imperative, present, singular2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv des Verbs zwecken
FormsZweck(nominative, singular) · Zwecke(nominative, plural) · Zweckes(genitive, singular) · Zwecks(genitive, singular) · Zwecke(genitive, plural) · Zweck(dative, singular) · Zwecke(dative, singular) · Zwecken(dative, plural) · Zweck(accusative, singular) · Zwecke(accusative, plural) · zwecke(variant)